Zuhause am Rhein und in Amerika

Die Gedanken wandern immer wieder in die USA. In den bitteren Jahren nach den Napoleonischen Kriegen hatten Heinrich und Niklas Bergmann mit ihrer Mutter die Heimat verlassen. Um sie geht es bei „Zuhause am Rhein und in Amerika“. Es ist die Parallelgeschichte zu „200 Jahre Rheinprovinz“.

Den Auswanderern bleibt ihre Heimat am Rhein im Herzen, und die Verbindung zu ihren Angehörigen und Freunden in Deutschland reißt nie ab. Niklas zeichnet ihr Zuhause und ihr Städtchen drüben in den USA, und schickt viele davon ins „Stübchen“, wo der Grundschullehrer Hubert sie seinen Schülern zeigt.  Nach der gescheiterten Revolution 1848/49 flieht Lorenz Bergmann zu Heinrich und Niklas nach Amerika und baut sich dort ein neues Leben auf. Doch sie bleiben immer in Kontakt und halten über den Atlantik hinweg zusammen. Als das Weingut von Heinrich Bergmann im Sezessionskrieg verheert wird, spart die ganze deutsche Familie, damit die Winzer Lena und Emil nach Amerika fahren und beim Wiederaufbau helfen können. „Wir sind eben eine Familie, die auf beiden Seiten des Atlantiks zuhause ist“, sagt Lena Bergmann.

Da die Familien über Generationen hinweg stets Kontakt zueinander halten, treffen sich auch die Geschichten immer wieder. Mit dem Tod von Lorenz Bergmann endet die Auswanderergeschichte im engeren Sinne. Die Sorgen seiner Enkelin Chiara leiten über Fortsetzung, die zur Zeit des Ersten Weltkriegs und der Alliierten Rheinlandbesetzung spielt. Die Geschehnisse verlagern sich ganz nach Europa, auch Chiara und ihr Ehemann John kommen als Angehörige der US-Truppen an den Rhein. Die beiden Geschichten werden eins.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*