Was hatten denn die Preußen am Rhein verloren?

Nun, das hat sich ihr König Friedrich Wilhelm III. vielleicht auch gefragt, als ihm der Wiener Kongress 1814/1815 nicht wie erhofft Sachsen, sondern das Rheinland und Westfalen zusprach. Als preußische Bürger erlebten die Rheinländer den Vormärz, die Märzrevolution und die Zeit der Reaktion im Königreich Preußen, die Reichsgründung, die Ära Bismarcks und Wilhelms I. und die „herrlichen Zeiten“ Wilhelms II. – die in der Katastrophe des Ersten Weltkriegs endeten. Die Novemberrevolution fegte ihn dann hinweg.

In diesem Jahr ist es genau 100 Jahre her. Noch immer herrschte Kriegsrecht; auf einen maßvollen Frieden konnte man bestenfalls hoffen. Täglich starben hunderte Menschen an Unterernährung, Tuberkulose oder anderen Krankheiten. Ungewissheit über die Zukunft prägte die Stimmung im Rheinland.


Geschichte aus Sicht der Menschen erzählt

Geschichtsbücher berichten viel von Kaisern und Königen, Kurfürsten und Erzbischöfen, aber wenig von Menschen wie Ihnen und mir. Hier halten wir das anders. Bei unserem Streifzug durch die Jahre von 1815 bis 1933 begleiten wir zwei fiktive Familien vom Rhein, die Limbachs und die Bergmanns, und treffen auch ihre amerikanischen Verwandten, Auswanderer aus dem Rheinland.

Einführung

Hauptpersonen

Im Verlauf von gut 200 Jahren treten viele Personen auf und auch wieder ab. Zum besseren Verständnis möchte ich Ihnen die Hauptpersonen und Familienunternehmen kurz vorstellen.

Reichskanzler Wilhelm Marx
Einführung

Historische Personen

Im folgenden einige Zeilen zu den historischen Personen, die in den Texten erwähnt sind. Im Bild oben sehen Sie Reichskanzler Wilhelm Marx, ein gebürtiger Kölner.

Einführung

Was bleibt von der Rheinprovinz?

Das Gebiet der ehemaligen Rheinprovinz gehört heute zu den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, ein Stückchen auch zu Hessen.

Geschichte, ja, hundert Jahre her .. aber was erleben wir heute?

Eine Verrohung der Sprache und der Sitten, einen Verfall an politischer Kultur, ein dramatisches Erstarken der Rechtsextremen. Auch deshalb sehen Sie oben Reichskanzler Wilhelm Marx. Er leitete vier Kabinette und bemühte sich stets um Verständigung innerhalb des demokratischen Lagers, auch als die Extremisten von rechts und links immer stärker wurden.

Überlassen wir das Feld nicht den Hasspredigern und Populisten!