Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg und demokratischer Neuanfang

Nazi Deutschland
1933 -
Nazi-Deutschland

Kathi und Max sind in den USA. Aus ihrer Heimat wird Hitler-Deutschland.
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Zweiter Weltkrieg
1939-1945 -
Zweiter Weltkrieg

Der fürchterliche Krieg stellt ihr Heimatland gegen ihr Gastland.
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Preußen wird aufgelöst
1947 - Preußen wird aufgelöst
Die vier Siegermächte beschließen die endgültige Auflösung Preußens.
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Präsident de Gaulle in Bonn
1962 -
Epilog

Kathi und Max kehren zurück. General de Gaulle kommt nach Bonn.
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Was bleibt?

Das Gebiet der ehemaligen Rheinprovinz gehört heute zu den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, ein Stückchen auch zu Hessen. Im Wappen des Landschaftsverbands Rheinland ist uns ein Stückchen Rheinprovinz erhalten geblieben. Die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe knüpfen an eine Einrichtungen der Rheinprovinz an, den Provinzialverband.

Seit 1815 gehörte das Rheinland zu Preußen, doch erst im Kaiserreich gab es echte Schritte hin zu einer kommunalen Selbstverwaltung. Mit der Provinzialordnung vom 29. Juni 1887 wurde neben dem staatlichen Verwaltungsbezirk Rheinprovinz mit dem Oberpräsidenten an der Spitze der Provinzialverband Rheinland geschaffen, als Körperschaft der kommunalen Selbstverwaltung oberhalb der Kommunen und Kreise. Er übernahm teils vom Staat gesetzlich zugewiesene, teils freiwillig übernommene Aufgabenin den Bereichen Verkehrswesen, Wirtschaftspflege, Volksfürsorge und Kulturpflege. Seine Organe waren der Provinziallandtag, gewählt durch die Magistrate und Kreistage der Kreise und Städte, der Provinzialausschuss und der Landesdirektor, der ab 1897 Landeshauptmann hieß. Freilich hatte der Oberpräsident die Aufsicht über den Provinzialverband.

Nach dem Ersten Weltkrieg, im nunmehr republikanischen Freistaat Preußen, wurden die Abgeordneten des Provinziallandtages in gleicher, geheimer und unmittelbare Wahl direkt gewählt. Ober- und Regierungspräsidenten wurden im Einvernehmen mit dem Provinzialverband ernannt.

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten kam das Ende. Die Provinzen verloren ihre Selbständigkeit, der Provinziallandtag wurde aufgelöst, die Verwaltung gleichgeschaltet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeiteten die Dienstkräfte des Provinzialverbands in den Ministerien des neu gebildeten Landes Nordrhein-Westfalen als "P-Verwaltung", bis der Landtag am 12. Mai 1953 die Landschaftsverbandsordnung Nordrhein-Westfalen verabschiedete und damit die Landschaftsverbände Rheinland mit Sitz in Düsseldorf, später Köln und Westfalen-Lippe mit Sitz in Münster gründete. 1959 siedelte der Landschaftsverband Rheinland von Düsseldorf nach Köln über.

Unter dem Leitmotiv "Qualität für Menschen" nimmt der Landschaftsverband Rheinland im Rahmen der Kommunalen Selbstverwaltung regionale Aufgaben im sozialen Bereich und dem der Kultur- und Denkmalpflege wahr. Städte und Kreise (Gebietskörperschaften) haben sich zusammengeschlossen zur Erfüllung von Aufgaben, die über die Leistungsfähigkeit der einzelnen Kommunen hinausgehen. Dazu gehört die Trägerschaft der Sozialhilfe, der Kriegsopfer- und Schwerbehindertenfürsorge, psychiatrischen Einrichtungen, der Jugendhilfe, Schulen für Behinderte, landschaftliche Kulturpflege, Kommunalwirtschaft.

Bild- und Quellenachweis