Reichskanzler Wilhelm Marx und Impressionen aus 200 Jahre Rheinprovinz
Reichskanzler Wilhelm Marx und Impressionen aus 200 Jahre Rheinprovinz

„200 Jahre Rheinprovinz“ ist eine Beilage zu meiner Siebengebirgsseite www.rheindrache.de. Hier möchte ich Ihnen die Geschichte unserer Region aus der Sicht der Menschen erzählen.

Vor gut 200 Jahren gab der Wiener Kongress 1814/15 das Rheinland an Preußen. Als preußische Bürger erlebten die Rheinländer den Vormärz, die Märzrevolution und die Zeit der Reaktion im Königreich Preußen, die Reichsgründung, die Ära Bismarcks und Wilhelms I. und die „herrlichen Zeiten“ Wilhelms II. – die in der Katastrophe des Ersten Weltkriegs endeten, die Novemberrevolution fegte ihn dann hinweg.

Wir nähern uns dem hundertsten Jahrestag. Danach war es fraglich, ob Preußen überhaupt weiterbestehen sollte, oder ob es nicht besser wäre, Preußen zu zerschlagen. Es blieb bestehen, und das neue, demokratische Preußen, der Freistaat Preußen, war während der ganzen Weimarer Republik ein "Bollwerk der Demokratie", wie Gustav Stresemann sagte. Doch man liest mit blutendem Herzen, wie wenig aufrechte Demokraten damals galten, ganz zu schweigen vom Nationalsozialismus.

Geschichte, ja, hundert Jahre her .. aber was erleben wir heute? Eine Verrohung der Sprache und der Sitten, einen Verfall an politischer Kultur, ein dramatisches Erstarken der Rechtsextremen. Auch deshalb sehen Sie in der Collage oben Reichskanzler Wilhelm Marx. Er leitete vier Kabinette und bemühte sich stets um Verständigung innerhalb des demokratischen Lagers, auch als die Extremisten von rechts und links immer stärker wurden.

Überlassen wir das Feld nicht den Hasspredigern und Populisten!

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